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BLICKWECHSEL

14. September - 9. November 2008-

Alice Bahra, Potsdam
Hannes Forster, Mochlitz
Rolf Langebartels, Berlin
Rainer Goerss, Berlin und Heinersdorf
Reinhard Zabka, Kyritz/Gantikow

Eröffnung:
Sonntag, 14.9. um 14:30 Uhr
Performance: Benoit Maubrey "Electronic Guy"


Begleitprogramm

So, 28. September
11:00 Rundwanderung zum Hagelberg
15:00 "400 km Brandenburg" Wanderfilm von Bernhard Sallmann

Sa, 4./So, 5.Oktober
jeweils 15:00 und 17:00
"NAWAROK" Film von Rainer Goerss



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Die Ausstellung Blickwechsel

Gezeigt werden Arbeiten von Alice Bahra, Hannes Forster, Rolf Langebartels, Rainer Goerss und Reinhard Zabka. Die fünf Künstlerinnen und Künstler sind durch ihr Werk oder ihre Biografie mit dem Land Brandenburg verbunden. Sie vertreten unterschiedliche künstlerische Ansätze, innerhalb derer sie jeweils prägnante Werke geschaffen haben, mit denen sie überregionale Beachtung gefunden haben. Das Zusammentreffen ihrer Arbeiten in den Kunsträumen der Burg Eisenhardt schafft einen spannungsreichen Blickwechsel von spielerisch schwebenden Installationen, klingenden elektronisch gesteuerten Kugeln, "Sicheldünen" aus Sand, Kompositionen aus "heiligen Resten" der DDR-Vergangenheit bis hin zur dokumentarischen Auseinandersetzung mit dem "nachwachsenden Rohstoff Kultur" im globalisierten Land Brandenburg.
Zur Eröffnung wird der Künstler Benoit Maubrey mit der Performance "Electronic Guy" in seinem elektronischen Frack auftreten.
Im Begleitprogramm zur Ausstellung wird der Wanderfilm "400 km Brandenburg" von Bernhard Sallmann zu sehen sein.
Die Ausstellung Blickwechsel findet im Rahmen der Reihe T o r h a u s p r o j e k t e statt. Die Ausstellungsreihe präsentiert Künstlerinnen und Künstler aus der Metropolregion Berlin-Brandenburg, die vorwiegend in den Bereichen Installationskunst, kontextbezogene Kunst und audio-visuelle Medien arbeiten.
Veranstaltet wird die Projektreihe von Kunstpflug e.V., dem Verein für aktuelle Kunst in Brandenburg Südwest. Seit Frühjahr 2008 präsentiert Kunstpflug e.V. auf der Burg Eisenhardt Kunstprojekte mit überregionaler Ausstrahlung auf der Burg Eisenhardt, um dort einen neuen Kunststandort zu etablieren. Schirmherr der Ausstellungsreihe ist Landrat Lothar Koch.

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Die künstlerischen Beiträge der Ausstellung

Die Potsdamer Künstlerin Alice Bahra zeigt ihre Installation "Schwebe". Das Work-in-Progress besteht aus Hunderten kleiner weißer Tücher, die über den Köpfen der Besucher schweben und in denen das Licht und die Bewegung der Luft spielen. Die rhythmische Anordnung der Installation passt sich dem Volumen des vorgegebenen Raums an. Es entsteht der Eindruck spielerischer Leichtigkeit. Alice Bahra ist Förderpreisträgerin und Stipendiation des Landes Brandenburg.

Hannes Forsters Bodenarbeiten suchen den Dialog mit der Architektur, mit dem Baukörper. Er entwickelt die Ideen aus der Situation heraus und baut seine Sandarbeiten direkt vor Ort. Es enstehen "Sicheldünen", "Keildünen" und "Bogendünen", die den Baukörper, architektonische Details und den Boden zu durchdringen scheinen. Hannes Forster gewann unter anderem den Kunstpreis der Grundkreditbank Berlin. Er stammt aus Baden-Württemberg und lebt in Mochlitz, Land Brandenburg.

Der Medien- und Aktionskünstler Rainer Goerss studierte an der Kunsthochschule Dresden unter anderem bei Johannes Heisig. Seine Brandenburg-Fotos und seine Video-Installation "NAWAROK" haben den "NAchWAchsenden ROhstoff Kultur", eine neue soziale Spezies auf dem Lande, das Landleben und die Veränderung der Landschaft zum Thema. Seine Videos zeigen "mobil Erfahrenes zwischen der Bau-Flora zerpflegter, blühender West-Ostdeutscher Landschaften und den Mühen um die Kreisläufe der Grundelemente der Natur". Rainer Goerss lebt in Berlin und Heinersdorf.

Der Berliner Künstler Rolf Langebartels zeigt seine Klanginstallation "Fallen". Fünf elektronisch gesteuerte, weiße Kugeln schweben auf und ab. In unterschiedlichen Zeitintervallen treffen sie auf Metallscheiben, wobei sie sphärische Klänge erzeugen. Durch die interaktive Beziehung zwischen Klang und Bewegung entsteht ein sich ständig verändernder Klangteppich.
Schon 1995 nahm Rolf Langebartels an dem Projekt "Konsum" im Hohen Fläming teil. Zusammen mit Kunstpflug e.V. hat er als Leiter des Kunstvereins Giannozzo die beiden Klangkunstfestivals "Baitz mit Klang" veranstaltet.

Reinhard Zabka wurde in Erfurt geboren. Er zeigt Objektassemblagen und kinetische Skulpturen, die Teile seines Gesamtkunstwerks, des legendären Lügenmuseums in Kyritz-Gantikow sind. Es sind "Kompositionen aus heiligen Resten, aus Alltagskram, der -aus seiner dienenden Rolle erlöst- zum Selbstzweck wird". Es sind Reliquien einer traumatisch eingestürzten Inneneinrichtung namens DDR”. Die leeren Bilderrahmen lassen vermuten, dass der Künstler durch sein eignes Bild entfleucht ist, den Malhocker mußte er zurücklassen, da er nicht durch den Rahmen passte. Assoziationen sind der arme Poet von Spitzweg, die Malmaschinen von Tinguely, die Feng Shugi Katzen aus China.